Im 19. Jahrhundert jagte eine Sensation die andere. Die Geburt der Briefmarke, der Zugang zu Seife für die breite Masse oder die Dampfmaschine verdanken wir der zunehmenden Industrialisierung und dem damit verbundenen Ausbau der Infrastruktur..

Wir Briefmarkensammler sind dankbar für die Industrialisierung. Nicht nur, dass sie viele Lebensbereiche auch für Nicht-Adlige erleichtert hat und viele Arbeitsplätze geschaffen hat, nein, der zunehmenden Industrialisierung und dem damit verbundenen Ausbau der Infrastruktur verdanken wir die Geburt der Briefmarke.

Bis ins 19. Jahrhundert war die Zustellung von Briefen und Dokumenten ein langwieriges, unsicheres und manchmal sogar gefährliches Unterfangen. Denken wir an die armen Überbringer schlechter Nachrichten, die diesen Umstand in manchen Fällen sogar mit dem Leben bezahlten.

England war zu Beginn des 19 .Jahrhunderts die führende Industriemacht, da die Dampfmaschine, erfunden 1769 von J. Watt, die industriellen Prozesse wie Automatisierung und Mechanisierung vorantrieb und als Zugmaschine die erster Eisenbahn in Bewegung setzte. Damit waren ideale Bedingungen geschaffen, um den vermehrten Bedarf an Rohstoffen zu transportieren sowie die produzierten Güter einem großen Markt zur Verfügung stellen zu können. Wenn auch zu Anfang etwas ungewohnt, stand z. B. Seife nun allen Bevölkerungsschichten zu einem angemessen Preis zur Verfügung.

Auch außerhalb Englands bot die nationale Staatenordnung beste Chancen für den Ausbau des Eisenbahnnetzes.

Im Rahmen der neuen Mobilität und des Warenumsatzes erhöhte sich im selben Maße der Postverkehr von Briefen und Warensendungen. Mit der Eisenbahn waren auch für die Post viele neue und schnelle Transportwege geschaffen.

Nur an der teils mangelnden Zahlungsbereitschaft oder-fähigkeit kränkelte das Postsystem noch etwas.

Hier naht nun 1837 die Stunde des englischen Postmeisters Rowland Hill, der von seiner Majestät höchstpersönlich den Auftrag erhielt, das Postsystem zu reformieren.

Nach langem Nachdenken kam er zu dem Ergebnis, dass das Porto am besten schon vom Absender zu entrichten sei, da dem ja daran gelegen ist, dass seine Nachricht oder seine Waren versendet werden.

Nur wie das entrichtete Porto quittieren? Auch darüber dachte er lange nach. Die Quittung muss mit der Postsendung reisen, sollte also klein sein, ein kleines Papier, das an der Postsendung befestigt werden kann. Papier befestigt man am besten mit Leim.

Sie ahnen es, Mr. Hill ersann die erste Briefmarke.

Eine Selbstverständlichkeit für England, an dessen Spitze die Königin Victoria stand, dass ihr Portrait diese erste Briefmarke zierte. Die „One Penny Black“ war geboren.

Für die unterschiedlichen Portowerte gab es zeitgleich auch die „Two Pence Blue“ in blau und ebenfalls mit dem Konterfei der Königin Viktoria.

An der amtlichen Erscheinung, dem Farbdruck und dem fälschungssicheren Papier wurde weiter gefeilt und schließlich von der Königin freigegeben.

Die bisherigen postalischen Stempel wurden nun zur Entwertung der Marken eingesetzt, damit eine einmalige Verwendung gewährleistet war.

Eine eigene nationale Briefmarke war nun auch für alle anderen Staaten höchst erstrebenswert. Welcher Monarch oder Regierungschef sieht sich nicht gerne auf zahlreichen Postsendungen durch die Lande reisen?

Damit fiel auch der Startschuss für die Sammlung von Briefmarken. Viele Philatelisten sammeln auch Postwertzeichen aus der Anfangszeit der Briefmarken. Möchten Sie erfahren, wieviel Ihre Sammlung wert ist? Sachverständige des Briefmarkenauktionshauses Dreiländereck e.K beraten Sie kompetent bei Fragen zum Ankauf von Briefmarken in Freiburg Basel, Zürich oder jeder anderen Stadt in Deutschland und der Schweiz.

Kurze Zeit später zogen die Schweizer Kantone Genf und Zürich nach. 1843 erschien in Brasilien das berühmte „Ochsenauge“, 1847 gab es in den Vereinigten Staaten von Amerika die ersten Briefmarken, und es folgten Briefmarken in den Kolonien.

In der Anfangszeit war die Gestaltung der Briefmarken zweitrangig, meist zierten Staatsoberhäupter die Marken oder der Wert der Marke in Zahlen. Unterschiedliche Werte wurden auch durch unterschiedliche Farben abgebildet.

Noch wurde nur der Nutzen gesehen, die Sammelleidenschaft wurde erst später geweckt.

Aus der ersten Kinderstubenzeit der Briefmarke sind deshalb kaum einzelne Marken erhalten, sondern meist nur kompletter Briefe.

Die weitere historische Entwicklung ist auch von der Briefmarke geprägt. Fragen zum internationalen Postverkehr und zur Einbindung von Kleinstterritorien schufen in Europa und weltweit eine neue Karte.

Wir können die Briefmarke nicht neu erfinden, aber uns weiterhin mit viel Freude und Engagement diesem schönen Hobby und der wertvollen Geldanlage widmen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei mit kompetenten Sachverständigen vom Briefmarkenauktionshaus Dreiländereck e.K. für Information, Beratung und Schätzung.

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